2014

BPuA

Ortstermin am Sendenhof – Durchfahrt wird nicht gesperrt

Vor Ort machten sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschuss ein Bild von den Restaurierungsarbeiten und der Situation am Stadttor. Die dort befindlichen Deckenmalereien leiden unter den Erschütterungen, die der Verkehr verursacht.

Die Durchfahrt des Stadttores am Sendenhof wird nicht gesperrt. Jessica und Dirk Preckel haben ihren entsprechenden Antrag zurückgezogen. Als Kompromiss soll die Fahrbahn durch Poller verengt werden, um die Anlieger zu zwingen, langsam durch das Tor zu fahren. Schon bisher war die Straße nur für Anlieger frei.
„Wenn die Durchfahrt komplett gesperrt wird, verlagern wir den Verkehr nur auf die Stadtstiege und Hagenstiege“, befürchtete Bürgermeister Robert Wenking. Die Hagenstiege sei aber für diesen Begegnungsverkehr nicht ausgebaut.

Der Bau- und Planungsausschuss informierte sich am Donnerstagabend vor Ort über die Situation. Restaurator Markus Schmidt erläuterte die von ihm geleiteten Arbeiten im Turnzimmer des Sendenhofes. Bei der Restaurierung wurde die Decke aus dem Jahr 1756 freigelegt. Sie war instabil und musste gesichert werden. „Jede Erschütterung führt zu neuen Rissen und Sie merken jedes Auto, das durch das Tor fährt“, betonte Schmidt bei der Führung, an der auch einige Anlieger teilnahmen.

Die Deckenmalerei wird wieder freigelegt, teilweise müssen dafür Schichten mit dem Skalpell abgetragen werden. „Fehlstellen werden geschlossen“, versprach der Restaurator. Außerdem wird eine neue Stuck-Rosette angebracht. Die Wände erhalten eine Leinwand-Bespannung.

Um die Gefahr neuer Schäden zu verringern, sollen jeweils vier Poller vor und hinter dem Tor (zwei rechts und zwei links) aufgestellt werden und zwar so, dass auch die Belange von Rollator-Fahrern berücksichtigt werden. Zusätzlich wird die Durchfahrt beleuchtet. Außerdem sollen Verkehrszählungen auf der Stadt- und Hagenstiege durchgeführt werden.

Views All Time
Views All Time
1284
Views Today
Views Today
1