2013

BPuA

Finanzielle Beteiligung für Bürger

Die Mehrheit des Fachgremiums will Anlieger an den Kosten für den Baumschnitt beteiligen. Die Entscheidung der Politik in dieser Sache werde Maßstab künftigen Verwaltungshandelns, da es eine Menge Wünsche dieser Art von Hausbesitzern in der Stadt gebe, gab Bürgermeister Robert Wenking

Werden auf Antrag von Anliegern Baumkronen an den Straßen über das notwendige Maß hinaus beschnitten, sollen die Hausbesitzer an den Kosten beteiligt werden. Diese Beschlussempfehlung gab der Bau- und Planungsausschuss am Donnerstagabend an den Rat. Ausgangspunkt war ein Antrag von Anliegern der Darfelder Straße, denen der Ahorn entlang der Straße zu weit auf ihre Grundstücke ragt (die WN berichteten ausführlich).
„Die Verwaltung tut sich schwer, die Bäume dort zu fällen“, so Bürgermeister Robert Wenking. Denkbar sei ein Formschnitt, ohne die Bäume zu beschädigen. Die Entscheidung der Politik in dieser Sache werde Maßstab künftigen Verwaltungshandelns, da es eine Menge Wünsche dieser Art von Hausbesitzern in der Stadt gebe, erklärte der Verwaltungschef weiter.

Nach Nachbarschaftsrecht seien Anlieger schon jetzt berechtigt, überragende Äste abzuschneiden. Es sei aber fraglich, ob ihnen die Kosten für einen Schnitt komplett aufs Auge gedrückt werden dürfen, lautete die Einschätzung des Bürgermeisters.

Winfried Mollenhauer (CDU) schlug vor, dass die Bürger auf eigene Kosten unter Fachaufsicht Bäume zurückschneiden dürfen. Wer beantrage, die Bäume zu beschneiden, solle auch die Kosten tragen, argumentierte auch Heinrich Schwarze-Blanke (UWG).

Nach längerer Diskussion einigte sich das Fachgremium unter dem Vorsitz von Ludger Hummert (CDU) bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen jedoch darauf, dass die Anlieger an den Kosten beteiligt werden sollen, aber auch die Stadt einen Anteil trägt.

Wegen der von den Anliegern beklagten Lärmbelästigung durch hohes Verkehrsaufkommen auf der Darfelder Straße soll eine Verkehrszählung durchgeführt werden. Dafür soll ein Gerät des Kreises angefordert werden.

Messungen der Polizei auf der Eichendorffstraße brachten Erstaunliches zu Tage: Obwohl nur für Anlieger frei, hat die Polizei dort in der Woche vom 8. bis 15. Oktober 10451 Wagen und 357 Lastkraftwagen gezählt. Am 10. Oktober lag der Höchstwert bei 165 Autos und 18 Lastern pro Stunde. Pro Tag wurden dort 1457 Fahrzeuge gezählt.

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