2013

Schulausschuss

Inklusion fordert den Schulträger

Um die Inklusion geht es während der Sitzung am kommenden Dienstag. Horstmar wehrt sich mit anderen Kommunen nicht gegen den gemeinsamen Unterricht, fordert aber vom Land einen Ausgleich für die dadurch entstehenden Kosten.

Es ist dröger Stoff, aber mit weitreichenden Folgen, mit dem sich der Schulausschuss während seiner Sitzung am Dienstag (26. November) beschäftigen wird: Inklusion, also gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen an Schulen. Diese ist in aller Munde und durchaus gewollt, jedoch ist es schwierig, die erforderlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Die neuen Richtlinien werden zur Anmeldung an den Grundschulen für das Schuljahr 2014/15 nicht vorliegen, teilt der Städte- und Gemeindebund mit.

Horstmar wehrt sich mit anderen Kommunen nicht gegen den gemeinsamen Unterricht, fordert aber vom Land einen Ausgleich für die dadurch entstehenden Kosten. Für Kinder mit bereits förmlich festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung (Sinnesbehinderung, körperlicher oder geistiger Behinderung) sei bereits zum jetzigen Anmeldeverfahren die Ausbildungsordnung Grundschule anzupassen, teilt der Städte- und Gemeindebund mit, auch wenn die entsprechenden Verordnungen nicht rechtzeitig in Kraft treten.

So hat jedes Kind Anspruch auf Aufnahme in einer Grundschule, die seinem Wohnort am nächsten liegt, falls entsprechende Kapazitäten vorhanden sind und der Schulträger (Stadt) keinen anderen Einzugsbereich gebildet hat. Anmeldungen für Kinder, die sonderpädagogischer Förderung bedürfen, sind vom Schulträger hinreichend zu berücksichtigen.

Die Einrichtung des gemeinsamen Lernens erfordert die Zustimmung des Schulträgers, die dieser nach Zustimmung der Aufsichtsbehörde (Bezirksregierung) erteilen kann. Sie hängt von den sächlichen und personellen Voraussetzungen ab.

Bisher arbeitet die Stadt Horstmar mit der Erich-Kästner-Schule in Borghorst zusammen. „Wir stehen im Regen und wissen nicht, wie es weitergeht“, bekennt Bürgermeister Robert Wenking offen, dass die Stadt keine Erfahrung hinsichtlich des Förderbedarfs für die Kinder hat. Viel werde allerdings auch vom Anmeldeverhalten der Eltern abhängen.

Die räumlichen Voraussetzungen könnten in Horstmar sicherlich geschaffen werden, ist sich Wenking sicher und verweist auf die bereits im Lernzentrum geschaffenen Fakten. Offen sei jedoch die pädagogische Unterrichtsgestaltung. Leittragende seien möglicherweise die Lehrer vor Ort.

Eine weitere noch ungeklärte Frage ist, wer die Kosten trägt.

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