2017

Neue Gewerbeflächen in Horstmar

Rund 68 000 Quadratmeter an zusätzlichen Gewerbeflächen werden in der Burgmannsstadt planerisch entwickelt. Das Gebiet „Wirlocksbach 3“ soll im Bereich der L 579 weiteren Unternehmen Gelegenheit geben, sich dort anzusiedeln. Es liegt in der Nachbarschaft des bereits in den 1980er Jahren entstandenen Gewerbegebietes, in dem sich ein Mix aus holz-, kunststoff- und metallverarbeitenden Betrieben entwickelte.

„Wir stellen das neue Areal jetzt im Flächennutzungsplan als Gewerbeflächen dar, versehen sie dann mit einem Bebauungsplan und steigen parallel dazu in die Vermarktung ein“, erklärt Bürgermeister Robert Wenking während eines Pressetermins im Rathaus, an dem auch der Fachbereichsleiter Planen, Bauen, Wohnen, Diplom-Ingenieur Ferdinand Keuchel, und Diplom-Ingenieur Berthold Uphoff vom Planungsbüro Hahm (pbh) aus Osnabrück, das den Auftrag erhalten hat, teilnehmen.

Interessant sei das Angebot für Gewerbetreibende, auch aus der produzierenden Sparte. Industrieansiedlung wäre durch hohe gesetzliche Auflagen, etwa Emissionen betreffend, kaum möglich. „Ein Problem, das wir mit zahlreichen Kommunen teilen“, erklärt der Bürgermeister.

„Wir denken, dass die Flächen günstig liegen“, so Wenking weiter. Die Autobahnen A 31 und A 1 seien innerhalb von 20 Minuten erreichbar, die weitere Optimierung der Verkehrsanbindung sei im Nachgang ein Thema.

„Da wir unsere jetzigen Gewerbeflächen in Horstmar weitgehend veräußert haben, schauen wir jetzt nach vorn und entwickeln weitere“, begründet der Bürgermeister das Vorhaben. Es gebe kontinuierlich Anfragen, wobei die Wirtschafts­förderungs- und Entwicklungsgesellschaft (WESt) mit der Stadt zusammenarbeitet. Auch ortsansässige Gewerbetreibende signalisieren bereits Interesse, zusätzliche Flächen zu erwerben.

Historisch betrachtet musste Horstmar nach dem Niedergang der Textilindustrie den Weg von der Monostruktur hin zu einer vielfältigen Gewerbelandschaft antreten.

Der Fortgang der einst größten europäischen Strumpffabrik Schulte & Diekhoff war ein Schock, eröffnete aber auch Perspektiven. Es wurden Gebäude freigesetzt, in einem davon hat heute Schmitz Cargobull seinen Verwaltungssitz. Der Gewerbe-Mix konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten entwickeln. Bald gibt es weitere Flächen, um die bunte Vielfalt zu erweitern.

Quelle: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Horstmar/2856183-Entwicklung-Neue-Gewerbeflaechen-in-Horstmar

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