2017

Friedhof für Tiere rückt näher

„Ich glaube, die Unterbrechung der Sitzung hat sich gelohnt“, bilanzierte Klaus Roters. Der Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Heimatpflege hatte die Sitzung am Donnerstagabend für Holger Behr und Anne Trindeitmar-Behr geöffnet, damit sie ihr Vorhaben vorstellen können.

So planen die Betreiber des Waldfriedens einen Friedhof für Tiere in der Alst zu errichten. Allerdings hat das Ehepaar jetzt eine neue Fläche für sein Vorhaben gefunden. So soll der Friedhof nicht – wie ursprünglich geplant – auf einem kleinen Teilstück des bereits bestehenden Trauerwaldes entstehen, sondern an einer anderen Stelle, die rechts neben der Landstraße 550 in Richtung Borghorst liegt. Damit gingen die Betreiber auf den Wunsch der Stadt Horstmar ein. Da der Naturfriedhof der Asche von Menschen gewidmet sei, müsse man ihn entwidmen, wenn dort auch Tiere begraben würden, hatte Bürgermeister Robert Wenking argumentiert, als der Antrag am 28. September im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss behandelt worden war. Deswegen hatte er für eine andere Stelle plädiert.

Dass der zunächst angedachte Bereich nicht so glücklich gewesen sei, räumte Holger Behr ein. Im Gespräch mit Graf Westerholt hätten seine Frau und er ein Grundstück außerhalb der bereits gewidmeten Fläche gefunden. Dort könnten auch drei bis vier Parkplätze entstehen. „Wir machen nur die reine Bestattung“, betonte der Geschäftsführer der Waldfrieden Horstmar-Alst GmbH. So würden die Tiere eingeäschert in einer Schmuckurne, die biologisch abbaubar sei, beigesetzt. Neben der Kremierung erfolge auch der Transport der verstorbenen Tiere durch den Kooperationspartner. Dabei handele es sich um den niederländischen Familienbetrieb „De Breborgh“ in Bentelo.

Geplant seien ein Bereich für Hunde, einer für Kleintiere und einer für Pferde. Zudem gäbe es eine gemischte Fläche für Familien, die verschiedene Tierarten nebeneinander bestatten wollten. Es gelte eine Nutzungsdauer von fünf Jahren. „Die Stadt ist mit im Boot“, signalisierte der Bürgermeister die Zustimmung der Verwaltung. Bei einer Enthaltung stimmte auch das Fachgremium dem Antrag zu. „Wir sind eine Alternative zum Bestehenden“, erklärte Holger Behr. Der Waldfriedhof würde sehr gut angenommen und der Bedarf nach alternativen Bestattungsformen steige weiter. Die Eheleute dankten der Stadt und den Politikern für ihre Offenheit, mit dem sie das Projekt Waldfrieden begleitet hätten.

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